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Rezension: The Best Of - The Best Of Ravel (Audio CD)

Maurice Ravel (1875-1937) trug in der Pariser Musikwelt mit seinen gefälligen, präzisen, aber höchst eigenständigen Kompositionen dazu bei, der französischen Musik den Weg ins 20. Jahrhundert zu ebnen.
Um einen ersten Eindruck von diesem Künstler zu erhalten empfiehlt es sich die vorliegende CD zu hören. Dem Begleittext sind die Interpreten nicht zu entnehmen, was dem Hörgenuss allerdings keinen Abbruch tut. Die Klangqualität ist gut. Die Interpretation der Stücke stellt mich mehr als zufrieden.

Bolero ist wohl sein bekanntestes Orchesterwerk. Dem Bolero liegt eine einzige Melodie zugrunde, die sich in zwei Teile gliedert und durch ein ausgedehntes Crescendo immer wieder wiederholt. Die einzige Veränderung besteht im Umfang der Besetzung und in wechselnden Klangfarben des Orchesters. Sogar der Begleitrhythmus und die Tonart ändern sich nicht. Es ist ein Experiment über das Anwachsen von Spannung. Ein faszinierendes Werk von sonderbar hypnotischer Wirkung.

Der 4. Satz der " Rhapsodie espagnole " ist ein sehr lebendiger Satz. " Feria " ist ein spanisches Straßenfest. Der Satz beginnt ruhig. Harfe und Piccolo, eine ästhetische Kombination, kündigen ein federleichtes rhythmisches Schwingen an. Dies führt weiter zu einer Fanfare aus Tonrepetitionen. Dann baut sich ein großer Höhepunkt auf, der mit viel Schlagzeug und schwerem Blech verstärkt wird. Eine sorglose Tanzmelodie unterbricht diese Stimmung. Sie wirkt besonders temperamentvoll, wenn sie in den schmetternden Hörnern zu hören ist.
Wieder wächst die Aktivität, die Dynamik schwillt an, bis der Tutti - Höhepunkt wiederkehrt.
Diesmal sinkt er in sich zusammen, die feiernden Leute scheinen sich zu verstreuen. Plötzlich erklingt der Kontrabass eine Figur, bei der man meint, ein betrunkener würde über die Szene torkeln.. Die Seufzer der Violinen scheinen seinen Kater musikalisch zu illustrieren. Ein mitfühlendes Englischhorn tröstet ihn mit einer weiteren matten Melodie.

Nun kehren die Stimmung und das viertönige Motiv des Prélude wieder. Doch längst sind auch die Nachtschwärmer wiedergekehrt. Sie werden in den Streichern angekündigt und singen ihre inzwischen vertrauten Lieder. Es folgt ein noch heftigerer Höhepunkt, der den insgesamt freundlichen Charakter des Satzes zu sprengen droht. Ein abschließender Wirbelwind bringt die " Rhapsodie espagnole " zu einem ungestümen, faszinierenden Ende.
Beeindruckende Klänge.

Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Empfehlenswert.



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