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Rezension: Ein Jahr voller Wunder-Klassische Musik für jeden Tag- #Clemency_Burton_Hill #Diogenes

#Clemency_Burton_Hill ist nicht nur preisgekrönte Violinistin, sondern zudem Autorin sowie Radio- und Fernsehmoderatorin. Als Violinistin hat sie unter der Leitung von Dirigenten wie #Daniel_Barenboim in einigen der wichtigsten Musiksäle der Welt gespielt.

In dem vorliegenden Buch geht es ihr darum zu zeigen, was geschieht, wenn wir uns öffnen und klassische Musik in unser Leben lassen. Nicht grundlos wird erwähnt, dass die wissenschaftliche Forschung immer deutlicher zeigt, dass regelmäßige Selbstfürsorge für unsere psychische Gesundheit und für unser spirituelles Wohlbefinden von großer Bedeutung ist. So gesehen kann man eine tägliche Dosis Musik als Form akustischer Seelenpflege betrachten.

Clemency Burton –Hill möchte durch dieses Buch eine riesige Truhe voller musikalischer Schätze für alle öffnen und empfiehlt jeden Tag im Jahr ein klassisches Stück zu hören. Dabei stellt sie das jeweilige Stück in einen Kontext, berichtet etwas zum Leben des Komponisten und schreibt des Weiteren zu anderem, was interessant ist, um die einzelnen Stücke besser begreifen zu können.

Die Autorin hält fest, dass klassische Komponisten sich in nichts von anderen Musikschaffenden oder kreativen Künstlern unterscheiden. Auch sie versuchen auf ihre Art, Gedanken und Gefühle zu Papier zu bringen und so ihre Mitmenschen zum Nachdenken anzuregen. Komponisten möchten mit uns ins Gespräch kommen, so die Violinistin.

Clemency Burton –Hill hofft, dass durch ihr Buch einige Leser, Zuhörer und Experten sich weiter mit der Materie beschäftigen und mehr über ein Werk, einen Komponisten, einen Stil oder eine Technik in Erfahrung bringen wollen. Ich denke, ihr Hoffen wird sich erfüllen.

"Ein Jahr voller Wunder“ basiert auf Ideen und Lieblingsstücken der Autorin, die sich über Jahre angesammelt haben. Weil die riesigen Datenmengen im Netz- auch im Musikbereich- möglicherweise überfordern oder gar lähmen, kann die getroffene Auswahl in diesem Buch helfen, sich mit einem Stil oder einem Komponisten anzufreunden.

366 Stücke und mehr als 240 Komponisten (m/w) aus vielen Jahrhunderten stehen dem Leser und Zuhörer zur Verfügung. Clemency Burton –Hill hofft, dass die Leser und Zuhörer dabei erkennen, dass klassische Musik eine "lebendige, atmende, vielschichtige, vibrierende und herausfordernd globale Kunstform" ist. Auch diese Hoffnung wird erfüllt, so mein Eindruck jedenfalls.

Das Jahr beginnt übrigens mit der h-moll-Messe, BWV 232 "Sanctus" von Johann Sebastian Bach. Es folgt eine Étude in C-Dur, op.10, Nr.1 von Fréderic Chopin und am 3. Januar ein Stück von Hildegard von Bingen mit dem Titel "O virtus sapientiae. Das Jahr endet mit der Champagner-Plka von Johann Strauss Sohn.

Heute am 25. Oktober  wird ein Stück der 1956 geborenen Sally Beamish  vorgestellt. Es heisst "Gala Water". Das Werk stammt aus dem Jahr 1994  und basiert auf einem schottischen Volkslied.

Für alle, die klassische Musik besser kennenlernen möchten, ein Muss. Toll, dass man alle Stücke im Internet auch hören kann. Welch eine Bereicherung!

Maximal empfehlenswert.

Helga König

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Ein Jahr voller Wunder: Klassische Musik für jeden Tag

Idel Biret -Concerto Edition 7.8.- IBA

Die Pianistin Idil Biret wurde in Ankara geboren und begann im Alter von drei Jahren Klavier zu spielen. Studiert hat sie am Pariser Konservatorium bei Nadia Boulanger und schloss im Alter von 15 Jahren ihr Studium mit drei Preisen ab. Biret vervollständigte ihre Ausbildung bei Alfred Cortot.

Ab ihrem 16. Lebensjahr konzertierte Idil Biret in den bedeutendsten internationalen Konzerträumen u.a. mit dem London Symphonie Orchester, dem Boston Symphonie Orchester, dem Leningrader Philharmonischen Orchester, dem Leipziger Gewandhaus Orchester, der Dresdner Staatskapelle, dem Orchester Suisse Romande, dem Tokyo Philharmonischen Orchester, dem Orchestre National de France und dem Sydney Symphonie Orchester.

Die Pianistin ist hochgeehrt. Das zeigt sich an der Fülle von Auszeichnungen, unter diesen befinden sich: der Lily Boulanger Gedenkpreis in Boston; die Harriet Cohen / Dinu Lipatti Goldmedallie in London; der polnischen Preis für künstlerische Verdienste; der französische, nationale Ritterverdienstorden; Adelaide Ristori Preis (Italien). Mitglied war sie von Preisrichterjurien bei mehreren Klavierwettbewerben, so u.a. bei dem von Van Cliburn (USA), Königin Elisabeth (Belgien), Montreal (Canada), Liszt (Weimar) und von Busoni (Italien).

Auf den vorliegenden beiden CDs trägt sie die Pianokonzerte 15, 24 25 und 27 von Wolfgang Amadeus  auf beeindruckende Weise vor.  Zu hören sind auf diesen CDs zudem die London Mozart Players  und das Worthing Symphony Orchestra unter Leitung von John Gibbons.

Wer Mozarts Klänge liebt, ist hingerissen von den Pianokonzerten, denn von Birets  Klängen geht eine ungeheure Leichtigkeit ausgeht. Sie versteht Mozart Seele für alle hörbar zu machen.

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Vibrant Violin- Best Loved classival violin music- NAXOS

Dieses Album der Best-Loved-Reihe will mittels beliebten musikalischen Beispielen Zugang zu einem bestimmten Instrument eröffnen. Im beigefügten Booklet ist eine verständliche Vorstellung des Instruments, eine Erklärung der Klangerzeugung sowie Beschreibungen der ausgewählten Stücke enthalten. 

Wie Naxos schreibt, richtet sich die Reihe an Hörer, die noch über keine umfassenden Kenntnisse über klassische Musik verfügen, die aber mehr über das vorgestellte Instrument und das dafür geschriebene populäre Repertoire erfahren möchten. 

Kein anderes Instrument vermag mit der Violine in ihrer Fähigkeit mithalten, die Schönheit und Subtilität der menschlichen Stimme nachzuahmen. Ihr Aufbau ist ein handwerkliches und akustisches Wunderwerk mit klanglichen Qualitäten, die endlos anmuten. 

Geigenbauer wie Stradivari und Guarneri sind selbst nach vielen Jahrhunderten für ihre Instrumente berühmt. 

Den großen Geiger-Komponisten, die auf diesem Album vertreten sind, etwa Paganini, Sarasate und Ysaÿe, bot die Violine geradezu unendliche künstlerische Ausdrucksmittel. 

Vibrant Violin vereint einige der beliebtesten Momente des Geigenrepertoires, gespielt von Weltklasse-Solisten wie Tianwa Yang, Takako Nishizaki und Henning Kraggerud.

Maximal empfehlenswert.

Helga König

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Fréderic Chopin: Mazurki Vladimir Feltsman- 2 CDs

#Vladimir_Feltsmann ist ein russisch - amerikanischer Pianist, der 1952 in Moskau geboren wurde. Schon im Alter von 11 Jahren debütierte er bei den Moskauer Philharmonikern. 

Der Musiker studierte u.a. am Moskauer Konservatorium und in Leningrad. 1971 gewann er den Grand Prix beim Marguerite Long International Piano Competition in Paris. Es folgten Tourneen in der ehemaligen Sowjetunion, in Europa und in Japan: Damit begann seine Karriere. 

Wegen seiner wachsenden Unzufriedenheit mit der offiziellen sowjetischen Ideologie und der rigiden staatlichen Kontrolle der Künste beantragte Feltsmann 1979 ein Ausreisevisum aus der Sowjetunion. Als Reaktion darauf wurde ihm sofort verboten, in der Öffentlichkeit aufzutreten. Nach acht Jahren des Kampfes und des virtuellen künstlerischen Exils erhielt er schließlich die Erlaubnis, die Sowjetunion zu verlassen. 

Der Pianist unterrichtet am Mannes College der New School for Music und an der State University von New York New Paltz. Dort ist er Gründer und künstlerischer Leiter des International Festival-Institute Piano Summer. 

Auf den vorliegenden beiden CD´s spielt Vladimir Feltsmann #Mazurken von #Fréderic_Chopin. Zu hören sind feurige, graziöse und schwermütige Stücke. 

Die #Mazurka ist ein slawischer Gesellschaftstanz im ¾ Takt deren Ursprung in Polen, konkret, aus der Provinz Masowien beheimatet liegt. Chopin hat mit seinen Mazurken ein beeindruckendes Vermächtnis hinterlassen. 

Dieses Genre erzählt uns wie kein anderes das Leben Chopins von seinen Jugendjahren in Polen bis zu seinem Tod in Frankreich. 

Die Analyse der Mazurken dieses Pianisten Chopins zeigt, insbesondere in volkstümlicher Hinsicht, eine beachtliche Anzahl aufschlussreicher Momente. Darüber hinaus ist der Zauber dieser Musik bei aller Schlichtheit der Form so gestaltet, dass man stets nachdenklich wird und erstaunt ist, wie viel Schönheit aus den Klängen hervorgeht.. Wollte man die Tiefe des Erlebten, das uns an den Mazurken Chopins ergreift, zu beschreiben suchen, so scheint uns der gesamte Reichtum unserer Empfindungen dafür nicht auszureichen, schreibt Josef Hölzl in seinen Betrachtungen zu Chopins Mazurken.*  so zutreffend.

Tolle Klangqualität. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König


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Beethoven Chopin Klaviermusik Davidovich, Bella mit 2 CD (DF) Melodiya

Die Pianistin #Bella_Davidovich wurde am 28.7.2019 einundneunzig Jahre alt. Aus Anlass ihres 90. Geburtstags im vergangenen Jahr hat das russische Label Melodiya drei Aufnahmen zusammengestellt, die Davidovich in den 1960er-Jahren noch in der Sowjetunion eingespielt hat. 

Auf dem Programm des Albums stehen neben Beethovens erstem Klavierkonzert zwei Meisterwerke ihres Lieblingskomponisten #Chopin: 

Das erste Klavierkonzert sowie das Repertoire, mit dem für Bella Davidovich alles begann: Chopins Walzer. Es handelt sich bei diesem Album durchweg um Einspielungen, die bis jetzt noch nie außerhalb der früheren UdSSR erhältlich waren.  Genau das macht dieses Album für die vielen Fans und Sammler der Diskografie Bella Davidovichs besonders interessant. 

#Bella_Davidovich erhielt als Sechsjährige ersten Klavierunterricht am Konservatorium in #Baku. In dieser Stadt wurde sie übrigens auch geboren. 

Einer häufig zitierten Geschichte folgend, war es ein Chopin-Walzer, den die gerade einmal dreijährige Bella auf dem Klavier ihrer Eltern aus dem Gedächtnis gespielt haben soll, weil sie noch keine Noten lesen konnte. 

#Chopin blieb Zeit ihrer langen Karriere das zentrale Betätigungsfeld der Pianistin. 

Spätestens nachdem sie den ersten Preis beim internationalen Chopin-Wettbewerb im Jahre 1949  in Warschau gewonnen hatte, wurde der Name Bella Davidovich geradezu zu einem Synonym für die 
Chopin - Referenzinterpretation. 

1979 emigrierte Davidovich in die USA und gab ein international gefeiertes Willkommens-Recital in der Carnegie Hall. Spätestens damit wurde Bella Davidovich endgültig zur Legende und zählt noch immer zu den berühmtesten Musikpersönlichkeiten des 20. und 21. Jahrhunderts.

Die beiden CDs sind ein wahrer Hörgenuss. 

Überaus empfehlenswert

Helga König

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Robert Schumann- Intermezzi Op. 4 -PianoSonata in F sharp Minor op- 11- Tullia Melandri fortepiano

#Tullia_Melandri wurde in #Faenza in der Provinz Ravenna geboren. Sie studierte Klavier bei #Giampaola_Bombonati und schloss 1998 das Konservatorium von #Rovigo ab. Danach studierte sie u.a. bei #Daniel_Rivera am Konservatorium von Livorno und erwarb den Master in Piano mit Auszeichnung. 

Sie perfektionierte  sich in Kammermusik an der #Accademia_Chigiana in Siena bei #Alain_Meunier und Dario_de_ Rosa und absolvierte an der Internationalen Pianistischen Akademie von #Imola "Incontri col maestro" Kammermusik bei Pier Narciso Masi.

Ihre Leidenschaft für historisch fundierte Aufführungspraktiken brachte sie in die Niederlande, wo sie Fortepiano bei Bart van Oort am Koninklijke Conservatorium in Den Haag studierte und 2012 mit der Bestnote abschloss.

Tullia Melandri gewann zahlreiche Preise bei Klavier-, Kammermusik- und Fortepiano.

Als Solistin war sie in verschiedenen Kammermusikformationen tätig. Sie spielte unter anderem für Ravennas Festival "Giovani in musica", für Utrechts Festival "Oude Muziek", für Dordrechts Bachfestival, für das Festival "Geelvinck Fortepiano", für die "Accademia Bartolomeo Cristofori" in Florenz und für Bolognas Villa Aldrovandi - Mazzacorati.

Auf der vorliegenden CD hört man sie auf beeindruckende Weise Robert Schumann spielen und zwar auf einem Wiener Fortepiano der 1830er Jahre für das Label Dynamic

 Ein wirklicher Hörgenuss.


 Maximal empfehlenswert

 Helga König

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RONDENA DEL SIGLO XIX- Juan Francisco Padilla-Ibs Classical

Der Musiker #Juan_Francisco_Padilla wurde 1975 in Almería geboren und war schon als Kind ein hervorragender #Gitarrist, der im Alter von 12 Jahren bereits Konzerte vor dem spanischen König und in vielen Ländern Europas gab. 

2004 erhielt er das Goldabzeichen der herausragendsten Künstlerpersönlichkeit des Jahres und 2011 einen Grammy Award. 

Die Alhambra war die Bühne für die Präsentation des Albums #Rondeña_del_siglo_XIX, von El Murciano bis Falla' des Gitarristen Juan Francisco Padilla, ein Werk, das einen Teil des musikalischen Erbes Granadas zurückgewinnt, indem es erstmals unveröffentlichte Kompositionen mit einbezieht.

Das Album wurde von den Forschern María Luisa Martínez und Peter Manuel erstellt und in Zusammenarbeit mit dem Patronat von Alhambra und Generalife, der Plattenfirma IBS Classical und dem andalusischen Musikdokumentationszentrum veröffentlicht. 

Martinez bekundet, dass der Protagonist des Albums der Gitarrist Francisco Rodríguez Murciano (1775-1848) sei. Er habe die Variationen von Rondeñas verfasst, die sehr beliebt waren, doch "die dokumentarische und interpretative Spur dieser Kompositionen ging am Ende des 19. Jahrhunderts verloren". 

Wunderbare Klänge, interpretiert von einem begnadeten Gitarristen. 

Sehr empfehlenswert.

 Helga König

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Rezension: Bach: Reflected- Benjamin Schmid- Oehms Classics

Der in Wien gebürtige #Benjamin_Schmid gewann u.a. den #Carl_Flesch_Wettbewerb in London und erhielt dort zudem den Mozart-, Beethoven- und Publikumspreis. Seither gastiert er auf den wichtigsten Bühnen der Welt mit namhaften Orchestern. 

Nach mehr als 30 Jahren intensiver Beschäftigung mit den Originalwerken #Johann_Sebastian_Bachs für #Violine, war es für den begnadeten Künstler, der  zwischen den musikalischen Welten von Klassik, Jazz und Weltmusik keine Grenzen zieht, an der Zeit, über Bachs Musik selbst zu improvisieren.

Das geschah mit drei Sätzen aus der Partita E-Dur BWV 1006.

Eine improvisierte Solostimme über Bachs cis-Moll -Adagio findet sich ebenso auf dieser CD wie eine Eigenkomposition in Anlehnung an Heinrich Ignaz Franz Biber oder an das Andante C-Dur, BWV 1003; auch polytonale Erweiterungen an dem C-Dur-Präludium, das dann durch den  in fast alle Tonarten führenden Jazz-Standard #All_the_things_you_are mündet.

Sehr beeindruckend. Ein wahrer Hörgenuss. 

Maximal empfehlenswert. 

Helga König

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Mozart-Piano Sonatas-Volume 2-Peter Donohoe-piano

#Peter_Donohoe studierte sieben Jahre an der Chetham’s School of Music. Anschließend war er Kompositionsschüler von Alexander Goehr an der Leeds University und Klavierschüler von Derek Wyndham am Royal Northern College of Music. Seine Ausbildung vervollkommnete er in in Paris bei Olivier Messiaen und Yvonne Loriod. 1982 gewann er den Tschaikowski-Wettbewerb und begann daraufhin eine internationale Laufbahn als Konzertpianist in Europa, den USA, Asien, Australien und Neuseeland. 

Er arbeitete mit namhaften Dirigenten. So etwa Christoph Eschenbach, Neeme Järvi, Lorin Maazel, Kurt Masur, Andrew Davis, Yevgeny Svetlanov, Simon Rattle, Gustavo Dudamel, Robin Ticciati und Daniel Harding und Orchestern wie dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem Leipziger Gewandhausorchester, den Münchner Philharmonikern, dem Schwedischen Radio-Sinfonieorchester, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, den Wiener Symphonikern, der Tschechischen Philharmonie und den Berliner Philharmonikern. 

Nahezu zwanzig Jahre lang war er regelmäßiger Gast bei den BBC Proms und nahm mehrmals am Edinburgh Festival, am Festival La Roque d'Anthéron und am Schleswig-Holstein-Festival teil. In den USA trat er mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra auf sowie mit den Symphonieorchestern aus Boston, Chicago, Pittsburgh, Cleveland und Detroit, in Australien ist er seit 1984 bei den großen Sinfonieorchestern des Landes zu Gast, und seit 1989 konzertierte er mehrfach mit dem New Zealand Symphony Orchestra.

Peter Donohoe erhielt Ehrendoktortitel der University of Birmingham, der University of Warwick, der University of East Anglia, der Leicester University und der The Open University und wurde 2010 aufgrund seiner Verdienste um die klassische Musik in die New Years Honours List aufgenommen und mit dem dritten Rang des Order of the British Empire ausgezeichnet.*

Für das Klavier schrieb #Mozart neben seinen Klavierkonzerten – einem Höhepunkt der Gattung – zahlreiche Klaviersonaten, Variationen und kleinere Klavierstücke.

Peter Donohoe  ist auf dieser CD mit folgenden Stücken zu hören

DC Sonata No.7 in C major , K309
Sonata No.9 in major, K 311
Sonata No. 8 in A minor, K 310

Rondo in A minor K 511

Ein toller Hörgenuss

Maximal empfehlenswert

Helga König

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* Wikipedia

Musik of the French Caribbean Martinique- Ballet Exotic du Robert

Das Ballet_Exotic_du_Robert wurde 1990 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, die Folklore von #Martinique zu bewahren, die Insel mittels der Tänze zu promoten und mit allen Menschen, die Freude an diesen traditionellen Tänzen zu teilen. 

Das Repertoire der Musiker enthält alle Standards der Insel, so etwa #Biguine, #Marzurka, #Valse_Creole und #Compás. 

Dabei ist #Biguine eine typische  Form von Klarinetten- und Posaunen- Martinique Musik, während Compás afrikanische Wurzeln hat. 

Die karibischen Klänge auf der CD sind genau das, was man an einem launigen Sommerabend mit Freunden im Garten oder auf der Terrasse zu schätzen weiß. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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The Sound of Silk- Chinese Strings- Li Xiangting Cheng & Yu

Bei der #Guqin_Zither und die #Pipa_Laute handelt es sich um die beiden ältesten und berühmtesten traditionellen chinesischen Saiteninstrumente mit einer über zweitausendjährigen Geschichte. 

Dabei ist die musikalische Tradition eng verbunden mit der Selbstkultivierung von Literaten und Gelehrten als auch Künsten wie des chinesischen Schachs, der Kalligraphie und der Malerei.

Die Saiten  der Instrumente sind aus Seide und werden mit den Fingern gezupft. 

Dieses Album enthält nicht nur traditionelle Stücke, sondern auch viele spontane Improvisationen und Überlegungen, die von den zeitgenössischen Gedanken der Musiker, dem aktuellen soziokulturellen Kontext und der Umgebung inspiriert wurden. Es ist weitgehend ein Spiegelbild der Musikalität und der Gefühle chinesischer Literaten des 21. Jahrhunderts. 

Das Album wurde im Rahmen des London International Guqin Festival im August 2018 aufgenommen, das von der London Youlan Qin Society in Zusammenarbeit mit SOAS, University of London, mit Mitteln des Arts Council England organisiert wurde. 

In einem Begleitheft erfährt man Wissenswertes nicht nur zu dieser Musik, sondern auch zu den Künstlern.

Sehr meditative Klänge, die beruhigend wirken. 

Empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Bouzouki- The Sound of Greece- Michaelis Terzis-Arc Musik

Dieses Album enthält wunderbare und dabei abwechslungsreiche griechische Instrumentalmusik, die dieses geschichtsträchtige, traumhaft schöne Land reflektiert. 

Neue und authentische Bouzouki-Musik vom namhaften griechischen Musiker und Komponisten #Michalis_Terzis wechseln sich ab. 

Begleitet von Klavier, Gitarre und anderen traditionellen Instrumenten ist diese Art der Musik für viele Musikliebhaber der typische Klang Griechenlands und dies, obschon die Geschichte der Bouzouki noch gar nicht so alt ist. 

Das Instrument wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts in die griechische Musik eingeführt. Es wurde nach dem Vorbild der türkischen Schalenlanghalslaute unter Einbeziehung von Elementen der spanisch-italienischen Mandoline von aus dem osmanischen Reich vertriebenen Griechen entwickelt.

Spätestens durch die Filmmusik zu dem Film Alexis Sorbas wurde das Instrument auch international berühmt und gilt heute als die musikalische Verkörperung der griechischen Seele

Sehr empfehlenswert

Helga König

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Calypso Legends- Arc Music

#Calypso ist ein afro-karibischer Musikstil, der ausgehend von Trinidad und Tobago in den 1940er- und 50er-Jahren weltweit zum Modetanz wurde. Dabei wurde die Musik des Calypso von US-amerikanischen und europäischen Einflüssen überprägt. 

Auf diesem Album des führenden World Music-Labels ARC music hat man Gelegenheit, den Calypso so zu hören, wie er in der Karibik bis heute in Ehren gehalten wird.  

Legenden des Calypso-Stils wie die stilprägenden Musiker #Lord_Pretender, #Lord_Invader oder #Attila singen zu entspannter Inselmusik. 

Mit Songs wie Man Smart, Woman Smarter, dem Welthit Rum & Coca Cola, Illegitimate Children, Sly Mongoose und Don’t Hide Him Behind the Door werden alltägliche Themen in eingängige, fröhliche Melodien gepackt.

Kurzweilig und unkompliziert  an heißen Sommerabenden mit Freunden, die man mit karibischen Getränken überraschen sollte, damit das Karibikgefühl perfekt ist.

Sehr empfehlenswert.

Helga König

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Petro Antonio Locatelli- L´arte del Violio Op. II- Diego Conti- Gli Archi de Firenze - 3 CD BOX Set

Petro Antonio Locatelli (1695- 1764) war ein italienischer Violinist und Komponist. Der Musiker studierte ab Herbst 1711 in Rom. Es wird vermutet bei Giuseppe Valentini, möglicherweise auch kurz bei Arcangelo Corelli, der im Januar 1713 starb.

Zwischen 1716 und 1722 war #Locatelli  Mitglied der Congregazione generale dei musici di S. Cecilia und wurde von dem adligen Prälaten und späteren Kardinal Camillo Cybo protegiert.

Von 1723 bis 1728 bereiste der Musikerr Italien und Deutschland und gastierte im Mai 1728 am preußischen Hof zu Berlin 

1729 zog Locatelli nach Amsterdam, Dort wurde er sesshaft  und wirkte bis zu seinem Lebensende 

Locatellis Werke lassen sich  in drei Kategorien einteilen: 

-Werke für den eigenen Auftritt als Virtuose 
- repräsentative Werke für größere Ensembles 
- Kammermusik und klein besetzte Werke für das Musizieren im kleinen Kreis 

Zu den virtuosen Werken gehören die hier vorliegenden Violinkonzerte op. 3 mit den dazugehörigen Capricci und die Violinsonaten op. 6 mit einem Capriccio. 

In den Capricci spiegelt sich Locatellis Virtuosität, die sich durch ein Spiel in den höchsten Lagen, durch Doppelgriffe, akkordisches Spiel und Arpeggien in weiten Griffen und mit einem Überstrecken der linken Hand, durch Flageoletts, Triller im zweistimmigen Spielen (Trillo del Diavolo) und Doppeltriller sowie durch mannigfaltige Stricharten und variable Bogenführung  auszeichnete.

Diego Conti spielt  auf  einer Violine von Ansaldo Poggi aus dem Jahre 1931 und dirigiert  das Ensemble  Gli Archi di Firenze.  Vom Ergebnis  ist man einfach begeistert.

Tolle Klangqualität.

Sehr empfehlenswert

Helga König

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Franz Schubert-Vladimir Feltsman- Piano Sonatas Volume 5

Vladimir Feltsmann  ist ein russisch - amerikanischer Pianist, der 1952 in Moskau geboren wurde. Schon im Alter von 11 Jahren debütierte er bei den Moskauer Philharmonikern. Der Musiker studierte u.a. am Moskauer Konservatorium und in Leningrad.

1971 gewann er den Grand Prix beim Marguerite Long International Piano Competition in Paris. Es folgten Tourneen in der ehemaligen Sowjetunion, in Europa und in Japan: Damit begann seine Karriere. 

Wegen seiner wachsenden Unzufriedenheit mit der offiziellen sowjetischen Ideologie und der rigiden staatlichen Kontrolle der Künste beantragte Feltsmann 1979 ein Ausreisevisum aus der Sowjetunion. Als Reaktion darauf wurde ihm sofort verboten, in der Öffentlichkeit aufzutreten. Nach acht Jahren des Kampfes und des virtuellen künstlerischen Exils erhielt er schließlich die Erlaubnis, die Sowjetunion zu verlassen. 

Der Pianist unterrichtet am Mannes College der New School for Music und an der State University von New York New Paltz. Dort ist er Gründer und künstlerischer Leiter des International Festival-Institute Piano Summer. 

Auf den vorliegenden beiden CDs spielt Vladimir Feltsmann Klaviersonaten von Franz Schubert. Diese zählen zum Erhabensten und Kostbarsten, was für das  Klavier komponiert wurde. Ihr Stil, ihr einzigartiger Klaviersatz, in dem sich eine  feine Melodie über einer sanft fließenden Begleitung entfaltet, lässt in jedem Ton den wahren Vollender lyrischen Liedschaffens erkennen, der auch das Klavier zum Singen brachte.

Auf den beiden CDs  sind zu hören: 
Sonata in B mahor D 575 
Sonata in D mahor D 850 
Sonata in E minor 566 
Sonata in A minor D 845 
D-sharp minor fragment D 571

Nähere Informationen zu den Sonaten finden Sie im Begleitheft des CDs.

Tolle Klangqualität. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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#Yuko_Mabuchi plays #Miles_Davis- Toyota

#Yuko_Mabuchi begann bereits im Alter von vier Jahren in ihrer Heimatstadt Fukui, Japan, klassisches Klavier zu spielen. Als Teenager begeisterte sie sich für amerikanischem R & B, Hip-Hop und Blues. 

Nachdem sie die Musik einiger Jazzgrößen gehört hatte, verliebte sie sich in #Jazz und begann nach ihrem Abitur mit dem Jazzklavierstudium. Vor Ort trat sie dann bald als Solistin und Mitglied eines örtlichen Jazz-Trios auf. 

2010 ging die Musikerin nach Los Angeles, um ihr Studium fortzusetzen. Sie erhielt die Chance, an einigen der besten Veranstaltungsorte von LA aufzutreten. 2013 kehrte sie nach Japan zurück, trat mit ihrem Trio auf, bis sie 2016 in die USA zurückkam und ihren einzigartigen Performance-Stil weiterentwickelte. 

Auf der vorliegende CD improvisiert sie Stücke von #Miles_Davis, der als einer der bedeutendsten, einflussreichsten sowie innovativsten Jazzmusiker des zwanzigsten Jahrhunderts gilt. 

Es ist keine Musik, die man so nebenbei hören kann. Hier gilt es, sich andächtig  zu vertiefen und eins zu werden mit den Klängen.

Sehr empfehlenswert. 

Helga König 

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#Bill_Coleman- An American in Paris- His 47 finest- 1934-1960 - 2 CDs

#Bill_Coleman "An American in #Paris" besteht aus 2 CDs plus Begleitheft und enthält 47 Hits dieses 1904 geborenen amerikanischen Jazz-Trompeters, der in Frankreich im Jahre 1981 verstarb.

#Coleman gründete im Alter von 16 Jahren bereits seine erste Formation. Erstmals in Frankreich war er  dann mit der Band von Lucky Millinder im Jahre 1933. Nach einem Engagement im Orchester von Teddy Charles ging er 1935 erneut nach Frankreich. Dort nahm er mit eigenen Bands, mit Django Reinhardt/Stéphane Grappelli und mit der Band von Willie Lewis für ein  Label Swing auf.

1938 bis 1940 weilte er mit der Band von Herman Chittison in Ägypten. Nach seiner Rückkehr nach #Paris nahm er mit Dickie Wells und Teddy Hill Hits auf. 

Wegen des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs musste Coleman dann in die Vereinigten Staaten zurückkehren. 1948 ging er jedoch nach Frankreich zurück. Mit eigenen Bands und speziell zusammengestellten All-Star Besetzungen tourte er häufig durch Europa. 

Ab Mitte der 1950er Jahre spielte der frankophile Amerikaner in einem Pariser Club und ab 1961 mit der Bigband von Count Basie in Antibes. 

Seine Autobiographie "Trumpet Story" wurde 1981 in französischer Sprache  veröffentlicht. Darin gibt er als einen wichtigen Grund dafür, den USA den Rücken zu kehren, die dortige Rassentrennung an.

1974  wurde Bill Coleman  mit dem französischen "Ordre national du Mérite" geehrt. 

Zuletzt lebte der Musiker in Südwestfrankreich in Cadeillan (Département Gers). 

Die französische #Académie_ du_Jazz vergab Coleman zu Ehren den #Prix_Bill_Coleman für Alben des klassischen Jazz. 

Die beiden vorliegenden CDs von bester Klangqualität sorgen für gute Laune. Man hört sie immer wieder gerne. Speziell an Wochenenden. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König 

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Rezension: Pop und Populismus- über Verantwortung in der Musik- Jens Balzer- Edition Körber

Jens Balzer, der Verfasser dieses Buches, arbeitet als Autor und Kolumnist u.a. für DIE ZEIT, den Deutschlandfunk, Rolling Stone und den rbb-Sender Radio Eins. Mit Tobi Müller gemeinsam moderiert er den monatlichen Popsalon am Deutschen Theater. Des Weiteren hat er als Kurator an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und bei den Münchener Kammerspielen gearbeitet und ist künstlerischer Berater des Donaufestivals. 

Das vorliegende, zehn Kapitel umfassende Werk reflektiert die Verantwortung in der Musik. Diese scheint offenbar leider nicht immer gegeben zu sein. Das wird bereits klar, nachdem man den ersten Satz des Buches gelesen hat: "Mit stumpfem Sprechgesang schwingen die einen ihre überzüchteten Trizeps über die Bühne, predigen Hass auf Frauen, Schwule und Juden, während die anderen, völkische Deutschrocker, mit grobem Gitarrengeschrubbe patriotische Gefühle beschwören."

Der Autor zitiert eingangs den Kulturkritiker #Georg_Seelßen, der verlauten lässt, dass fast in jedem musikalischen Genre, jeder Mode, jedem Medium sich ein dezidiert rechtes bis faschistoides Segment herausgebildet habe und geht in seinem Werk der Frage nach, ob diese Diagnose zutreffend ist. Er will wissen, ob der Pop heute zu einem Medium des rechten Populismus geworden sei und falls ja, in welchem Sinne. Auch geht es ihm darum, zu recherchieren, mit welchen musikalischen und sprachlichen Mitteln die Botschaften des Populismus verbreitet werden und worin der Wesenskern dieser Botschaften besteht. 

Im ersten Kapitel befasst sich der Szenenkenner mit den Ereignissen rund um den #Echo_2018 und fragt, weshalb zuvor kaum jemand bemerkt hatte, welchen Grad der Verrohung die Sprache im deutschen Straßen- und #Gangsta_Rap erreicht habe.

Im 2. Kapitel dann berichtet Balzer von der Entwicklung des #Maskulinismus, der #Homophobie und #Misogynie seit dem Debüt des prägenden deutschen Gangsta-Rappers #Bushido im Jahr 2003. Balzer zitiert aus den abgründigen Songtexten, in denen Frauen vor allem als Nutten und Huren angesprochen werden und Männer ihren Lustgewinn aus der Erzeugung von Schmerzen, die sie Frauen zufügen, gewinnen. 

Popmusik sei auf diese Weise zum Medium von sexistischem und homophobem Hass geworden. Dennoch seien die Konzerthallen von Boshido, Sido und Konsorten voll. Der Autor interpretiert dies damit, dass Jugendliche die Rapper dafür lieben, dass ihnen jene Werte nichts bedeuten, die Jugendschützer, Eltern und Lehrer hochhalten. 

Bemerkenswerterweise werde Bushido vom rechten Flügel der deutschen Konservativen geschätzt, was im Grunde nicht verwundert. Bushido sei einer der ersten gewesen, der die Grenze des Unsagbaren verschoben habe, speziell, was das Vokabular der Erniedrigung und des Hasses anbelangt. Damit war die Büchse der Pandora geöffnet. Zwischenzeitlich sind Sexismus, Misogynie und Homophobie zur Konstanten in der Rhetorik des HipHop geworden, der in die deutschen Hitparaden regiert. 

Im Folgekapitel geht es dann um die fortschreitende Durchsetzung besagter Musik mit antisemitischen Stereotypen, der ebenso schockiert, wie die sexuelle Gewalt und der Missbrauch von Macht in der Branche Musikerinnen gegenüber. In der Popmusik-Branche seien die Geschlechtsverhältnisse ähnlich ungleich strukturiert wie in der Filmbranche und sexuelle Übergriffe offenbar geradezu Programm. Frauenverachtung und -unterdrückung sind so  in den gesellschaftlichen Alltag zurückgekehrt. 

Man liest aber auch von emanzipatorischen Statements im Bereich des Schlagers, die ein breites Massenpublikum erreichen, sogar bei Helene Fischer. Immerhin gib es das auch noch.

Im 6. Kapitel dann geht es um die die völkisch geprägte,  horrible Heimatbeschwörung im neuen Pop. Liest man sich in die Songtexte ein, schreit einem populistische Ideologie entgegen.

Kein Musiker der Popmusik, die von rechten und rechtspopulistischen Menschenbildern geprägt sei,  bekenne sich allerdings ausdrücklich zu der entsprechenden politischen Bewegung. Der einzige deutsche Popmusiker mit höherem Bekanntheitsgrad, der mehrfach Sympathien für die hiesigen Rechtspopulisten bekundet habe, sei Bushido gewesen. 

Offenbar möchten die Musiker für eine politische Haltung nicht die Verantwortung übernehmen.

Die Popkritik muss hellwach sein,  darf nichts relativieren, denn der  Pop der Gegenwart harmoniert in weiten Teilen mit dem Weltbild des neue Populismus.

Wie verändert sich das Bewusstsein von Menschen, die mit Verachtungs- und Hasstexten zugemüllt werden? Was bedeutet es langfristig, wenn solchen Sängern zugejubelt wird? Auf was steuert die Gesellschaft zu?

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Im Fachhandel erhältlich

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Pop und Populismus: Über Verantwortung in der Musik

#Tango Argentino- #Trio_Pantango- Arcmusic

Das #Trio_Pantango setzt sich aus den Musikern #Guillermo_Destaillats, #Fernando_Rubin_Saglia und #Michael_Elvermann zusammen. 

#Guillermo_Destaillats ist der Bandoneónspieler des Trios. 1970 in Buenos Aires, Argentinien geboren, begann er im Alter von 16 Jahren am #Conservatorio_National Klavier zu studieren. Erst später lernte er #Bandoneon zu spielen und gründete 1993 #Pantango mit Fernando Rubin Saglia. 

Der Gitarrist Fernando Rubin Saglia ist ebenfalls in Buenos Aires geboren. Auch er studierte Musik u.a. Conservatorio National und an der Escuela de Música Popular de Avellaneda. 

Der Klarinettist Michael Elvermann  kam in Deutschland zur Welt, studierte an der Musikschule in Dorsten und später am Staatlichen Konservatorium für Musik in Bremen. Seit Mai 1993 gehört er dem Trio Pantango an. 

Dieses Trio trägt auf der CD leidenschaftliche Tangos unterschiedlicher Komponisten vor, unter diesen #Piazzolla, #Troilo, #Arolas sowie andere mehr. Dabei beeindruckt das Stilgefühl der Interpreten, die den typischen Flair des Tangos feinfühlig auf der CD  einfangen.

FAZIT: Ideale Klänge an einen warmen Sommerabend in angenehmer Gesellschaft bei einem Glas argentinischen Rotwein aus Mendoza.

Sehr empfehlenswert

Helga König

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#AKA_Trio- #Joy-bendigedig

#AKA_Trio ist ein internationales musikalisches Gipfeltreffen drei weltbekannter Virtuosen: #Antonio_Forcione (Italien), #Seckou_Keita (Senegal) und #Adriano_Adewale (Brasilien).  

Diese kommen aus drei verschiedenen Kontinenten: #Europa, #Afrika und #Südamerika. 

Antonio, Seckou und Adriano sind also in drei verschiedenen Landschaften aufgewachsen. Sie sprechen drei verschiedene Sprachen. Dabei wurden sie von drei verschiedenen Kulturen und musikalischen Traditionen beeinflusst. Alle diese Unterschiede sind im #AKA_Trio zusammengekommen. Das Produkt daraus ist #JOY, das neue Album des AKA Trios. 

Der italienische Gitarrist und Komponist Antonio Forcione hat in mehr als zwei Jahrzehnten zwanzig Alben veröffentlicht und arbeitete mit vielen großen Künstlern zusammen. Unter diesen waren u.a. Charlie Haden, Trilok Gurtu, Angélique Kidjo und vielen andere.

Seckou Keita aus dem Senegal ist einer der weltweit führenden #Koraspieler. Als solcher ist er an zahlreichen internationalen Projekten beteiligt, einschließlich seines bahnbrechenden Duos mit dem walisischen Harfenisten Catrin Finch, Africa Express mit Blur-Sänger Damon Albarn und seinem Projekt Transparent Water mit dem kubanischen Pianisten Omar Sosa.

Der brasilianische Perkussionist und Komponist Adriano Adewale hat mit Bobby McFerrin, Joanna McGregor und Benjamin Taubkin zusammengearbeitet. Komponiert hat er Musik für Orchester und Tanztheater. 

Dies ist ein wirklich beeindruckendes Album, das von drei großartigen Musikern erstellt wurde, jeder einzelne ein Virtuose auf seinem Gebiet. Im hochwertigen Begleitbüchlein mit vielen Fotos erfährt man nicht nur mehr über die Musiker, sondern auch über die Stücke, an denen man sich nicht satt-hören kann. 

Wunderschön. Tolle Klangqualität.

Ein Fest für die Ohren.

Sehr empfehlenswert.

Helga König 

BR Klassik- Schumann Symphonie Nr.1, Schubert Symphonie Nr.3- Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks-Mariss Jansons

Der in Riga geborene Mariss Jansons ist Sohn des Dirigenten Arvids Jansons. Er studierte die Fächer Violine, Klavier und Dirigieren am Leningrader Konservatorium und vervollständigte seine Ausbildung bei Hans Swarowsky in Wien und  bei Herbert von Karajan in Salzburg. 

Bereits 1971 wurde er Preisträger beim Karajan-Wettbewerb in Berlin und begann seine enge Zusammenarbeit mit den heutigen St. Petersburger Philharmonikern. Von 1979- 2000 stand der Dirigent dem Philharmonischen Orchester Oslo als Musikdirektor vor und leitete zudem von 1997 bis 2004 das Pittsburgh Symphony-Orchestra. 

2016 leitete er zum dritten Mal das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker und dirigierte zudem diverse führende Orchester in den USA und Europa. 

Seine Diskographie umfasst zahlreiche preisgekrönte Aufnahmen, u.a. einen Grammy. 2007 und 2008 erhielt er den ECHO Klassik und 2013 das "Große Bundesverdienstkreuz mit Stern".

Die Salzburger Festspiele verliehen ihm 2018 die Festspielnadel mit Rubinen. Alle anderen Ehrungen können Sie dem Begleitheft der CD entnehmen.

Das Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks wurde 1949 gegründet und entwickelte sich zu einem international renommierten Orchester. 2008 wurde das Symphonieorchester von der britischen Musikzeitschrift "Gramophone" zu den zehn besten Orchestern der Welt gezählt. 

Zwei Orchesterwerke sind auf der neuen CD von BR Klassik zu hören, mit denen die beiden Urheber sich als Sinfoniker ausprobierten: Die dritte Symphonie von Schubert wurde erst 1881 in London vorgestellt aber sogleich enthusiastisch aufgenommen. Robert Schumanns Sinfonie Nr. 1 in B-Dur op. 38 galt als großer Wurf und gleichzeitig ein eindrucksvoller Erfolg für den 31- jährigen Komponisten. 

NAXOS merkt an:: "Beide Werke strahlen jugendliche Frische und eine zutiefst positive Haltung aus: wie Robert Schumanns "Frühlingssinfonie, die in vier Tagen "in feuriger Stunde geboren" wurde, hätten die Zeitgenossen auch Franz Schuberts dritte Sinfonie, die in neun Tagen entstanden ist und ganz von tänzerisch-volksliedhafter und sprudelnder Bewegung lebt, mit einem ähnlichen Beinamen versehen können."  

 Tolle Klangqualität und ein Hörgenuss nicht nur im Monat Mai.

Sehr empfehlenswert

 Helga König

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Franz Liszt- Sonate h-Moll. Paganini-Etüden. Zwei Konzertetüden- Martin Ivanov- Gramola

Der bulgarische Konzertpianist #Martin_Ivanov (geb. 1990) begann als Kind einer Musikerfamilie schon im Alter von vier Jahren mit seinem Klavierstudium. Von 2001 bis 2009 hat er an 50 Klavierwettbewerben in Bulgarien und im Ausland teilgenommen und zwar mit großem Erfolg. 

2006 wurde er vom Direktor der Jeunesses Musicales Bukarest, #Luigi_Gageos, entdeckt und eingeladen an einer dreijährigen Tournee durch verschiedene europäische Länder teilzunehmen. Martin Ivanov spielte mehrere Klavierkonzerte mit dem Philharmonischen Orchester der Stadt Sibiu. 2008 wurde er mit dem Preis "Ruse XXI. Jahrhundert" (Bulgarien) für außerordentliche Leistungen im Bereich der Musik ausgezeichnet. 

2009 studierte Ivanov bei Professor #Oleg_Maisenberg und seit 2013 bei Professor #Stefan _Vladar an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. 

Während seiner musikalischen Ausbildung hat der Künstler an vielen Meisterkursen und Festivals in Europa teilgenommen. 

2011 lernte er die bulgarische Geigerin Maria Ramalchanova kennen. Von da an spielten sie als Kammermusik-Duo gemeinsam in diversen Ländern Europas. 2015 heirateten die beiden. Seither ist sie Martin Ivanovs Managerin und als solche für seine Engagements zuständig. 

2017 begann er mit den Walzern Fréderic Chopins seine Zusammenarbeit mit dem größten Musiklabel Österreichs #Gramola. 2018 erschien seine zweite CD "Fantasiestücke und Novelletten" von Robert Schumann und nun in 2019 die vorliegende dritte CD, Ivanovs erstes Liszt-Album.

Hier präsentiert er Liszts wohl bedeutendstes Werk für Klavier, die Sonate in h-Moll, S 178, die gerne in die Nähe des "Faust"- Stoffes  gerückt wird, denn viele sehen in den drei unterschiedlichen musikalischen Themensträngen die Figuren  Faust, Gretchen und Mephisto repräsentiert. 

Daneben finden sich auf diesem Album als fulminanter Auftakt die zwei Konzertetüden S 145 (Waldesrauschen und Gnomenreigen) sowie als kraftvoller Abschluss Liszt die Grandes études de Paganini S 141. 

Ich teile die Meinung des Labels Gramalo: "Martin Ivanov ist einer der stärksten jungen Pianisten weit und breit: Rein nach Qualitätskriterien beurteilt, sollte diesem Mann eine Weltkarriere bevorstehen. Unbedingt antesten!"

Tolle Klangqualität.  Maximal empfehlenswert 

Helga König

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Franz Schubert- Piano Sonata in B-flat Major, D 960- Stefan Stroissnig-paladino music

Der Pianist #Stefan_Stroissnig, geboren 1985 in Wien, studierte dort an der Universität für Musik und darstellende Kunst bei Oleg Maisenberg und am Royal College of Music in London bei Ian Jones. Von renommierten Pianisten wie Daniel Barenboim und Dmitri Bashkirov erhielt er weitere künstlerische Impulse. 

Als Solist und Kammermusiker konzertierte er auf allen Kontinenten und auch in den wichtigsten Konzerthäusern Europas. Besondere Aufmerksamkeit gewann er durch seine Interpretationen von Werken Franz Schuberts sowie der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. 

Neben seiner Konzerttätigkeit unterrichtet er an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz und war Gastprofessor an der Toho Orchester Akademie in Toyama (Japan). 

Wie der Künstler im Begleitheft zur CD seine Zuhörer wissen lässt, entstand die hier vorliegende Aufnahme unmittelbar nach einer Konzerttournee in Japan und Südamerika. Bei dieser Tournee allerdings stand nicht die Sonate auf dem Programm, sondern die Impromtus in As-Dur und B-Dur des zweiten Bandes (D 935, Nr. 2 und 3), die ebenfalls auf der CD zu hören ist.

Es war ein besonderes Anliegen Stefan Stroissnigs für die gesamte Einspielung, möglichst große, musikalisch zusammenhängende Teile ohne Schnitte zu belassen, um so nahe wie möglich an die Atmosphäre eines Live-Erlebnisses heranzukommen. Das ist ihm vollkommen gelungen. Das Impromptu in As-Dur, kommt, so der Pianist, sogar ohne einen einzigen Schnitt aus. 

Stefan Stroissnig spielt sehr einfühlsam und mit großem Können zur großen Freude aller Zuhörer.

Maximal empfehlenswert.

Helga König

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Mucic around the bauhaus- Dabringhaus und Grimm Audiovision GmbH

Über das Bauhaus habe ich einige Bücher rezensiert: Siehe Rubrik Kunst. 

Bei der vorliegenden CD geht es um eine außergewöhnliche Einspielung, die diese Phase deutscher Kulturgeschichte beleuchtet und zwar wie sie derart enzyklopädisch auf einem Album kaum einmal dargestellt wurde.

Es handelt sich um eine Kollektion ausgesuchter Komponisten der Bauhaus -Bewegung, gespielt von dem Pianisten Steffen Schleiermacher. Er hat seine Reputation als Spezialist für die Musik unserer Zeit stets aufs Neue untermauert, nicht zuletzt durch mehrere ECHO Klassik-Auszeichnungen. 

Joseph Matthias Hauer arbeitete sein ganzes Leben an synästhetischen Konzepten. Die Trennung von Malerei, Architektur und Musik war ihm ein Gräuel. Sein wacher Geist schuf allein 1000 sogenannte "Zwölftonspiele"... und begeisterte damit Künstlerkollegen wie auch den späteren Musikwissenschaftler Hans Heinz Stuckenschmidt, von dem ebenfalls ein Werk auf diesem Album vertreten ist.

Neben solchen Karikaturen findet sich eine Sammlung  faszinierender befremdlicher Musikstücke, die allesamt abseits des großen, müden Stroms der Musikgeschichte komponiert wurden: ein morbider Tango von Stefan Wolpe, ein Klavierstück mit dem klangvollen Titel einsames Getröpfel von Wladimir Vogel oder die Sonatine Tod der Maschinen aus der Feder George Antheils. 

Diese musikalische Reise in die 1920er-Jahre erhält die packende Gestalt nicht nur in der Zusammenstellung von kompositorischen Raritäten – rund wird sie erst durch Künstlergestalten wie Steffen Schleiermacher, der nicht nur als Pianist, sondern auch als Leiter des Ensembles Avantgarde sich für die zeitgenössische Musik einsetzt

Näheres über die Musik am Bauhaus kann man dem Begleitheft entnehmen.

Sehr empfehlenswert

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Helga König